An der Trainerfrage solls nicht scheitern

Landesligameister FC Leeheim überlegt noch, ob er in die Oberliga aufsteigen will – Verstärkung gesucht

Die Landesliga-Meister-Mannscahft der Leeheimer Volleyballer
Meister der Landesliga wurden die Volleyballer des FC Leeheim mit (stehend von links) Michael Sassen, Jens Warzecha, Manfred Rudolph, Sven Sauerborn, Sascha Höllstern, Felix Meier-Merziger, Maurice Demant, Matthias Biberstein; (vorne) Rüdiger Rossmann, Dennis Lamberty und Trainer Torsten Best.  Foto: Uwe Krämer

Anfang Februar kamen sie ins Straucheln. Die Tabellenführung war verloren, die Meisterschaft schien dahin. Doch weil auch die anderen Titelanwärter Punkte liegen ließen, hatten die Landesliga-Volleyballer des FC Leeheim am letzten Spieltag noch die Chance auf den Titelgewinn.

Aus eigener Kraft konnten sie es zwar nicht mehr schaffen, aber auf einen Ausrutscher der FTG Frankfurt hoffen. Und so kam es dann auch.

Während die FTG das Saisonfinale bei der TGB Darmstadt in drei Sätzen verlor, behielten die Leeheimer zuhause über den TV Bommersheim II mit 3:0 die Oberhand. Drei Punkte, die sie tatsächlich noch an die Spitze und zur Meisterschaft trugen. Eintracht Frankfurt und FTG Frankfurt mussten sich mit den Plätzen dahinter begnügen.

Trotz der Freude über den Titelgewinn, den die FC-Männer ausgelassen feierten, ist noch nicht klar, ob sie auch aufsteigen wollen. In der Oberliga gibt es im Gegensatz zur Landesliga keine Doppel-, sondern nurmehr Einzelspieltage.

Die Leeheimer wären dann fast doppelt so oft am Wochenende im Einsatz wie bisher. Da viele der Spieler Familie haben und beruflich eingespannt sind, wollen sie erst reiflich überdenken, ob ein Aufstieg sinnvoll ist.

„An der Trainerfrage soll es nicht scheitern.“

„Wenn sich die Mannschaft dafür entscheidet – und das soll sie erst mal für sich ohne mich besprechen –, stehe ich weiter zur Verfügung. Aber alleine kann ich das dann eigentlich nicht mehr leisten”, meint Trainer Torsten Best, auch er privat und berufsmäßig ausgelastet. „Doch irgendwie kriegen wir da schon eine Lösung hin“, fügt der Coach optimistisch hinzu. An der Trainerfrage soll es nicht scheitern.

Entscheidend ist vielmehr in seinen Augen bei einem Ja zur Oberliga, dass die Mannschaft kontinuierlich in größerer Besetzung trainiert. Haben in der abgelaufenen Saison während der Hinrunde regelmäßig drei, vier Spieler aus der zweiten Garnitur mitgemacht, war dies in der Rückrunde nicht mehr möglich. Auch wegen der Grippewelle dann oft mit kaum mehr als sechs Mann in der Halle, konnte Best keine komplexen Übungen trainieren, „das wäre aber in der Oberliga dringend nötig.”

Trotz der individuellen Stärke seiner Mannschaft hält der Coach zudem die ein oder andere Verstärkung für nötig, um in der höchsten hessischen Klasse bestehen zu können. Aus der zweiten Garnitur rückte zwar mit dem 20-jährigen Maurice Demant ein talentierter junger Mittelblocker auf. Mit Nils Balser kam auf der Diagonalposition ein Spieler aus der Landesliga Nord dazu. Doch Michael Engeroff wird noch bis Anfang nächsten Jahres fehlen. „Michi ist der kompletteste Spieler, den wir haben, mit unser bester Annahmespieler und auch ein wichtiger Mann im Angriff”, bedauert Best den Verlust seines Diagonalspielers, der sich Anfang Februar für ein Jahr ins Ausland verabschiedet hat.

Wie schwer der Ausfall wog, zeigte sich in den folgenden Wochen: Drei von vier Partien verlor Leeheim, gegen TGB Darmstadt, FTG Frankfurt und TV Bommersheim I. Nur gegen die HVV-Auswahl reichte es zum Sieg. Und dann erst wieder am Rundenfinale gegen Bommersheim II – dem Coup zum Titelgewinn.

Sollten sich die FC-Spieler nicht für die Oberliga entscheiden, sieht Torsten Best auch in der Landesliga eine attraktive Saison auf sein Team zukommen: „Mit TG Rüsselsheim III und Goldstein kommen starke Mannschaften aus der Oberliga runter. Und mit dem DSW Darmstadt II gibt es einen starken Aufsteiger. Da wären wir genug gefordert”.

FC Leeheim: Jens Warzecha, Sascha Höllstern, Felix Meier-Merziger, Matthias Biberstein, Manfred Rudolph, Sven Sauerborn, Bastian Maaß, Dennis Lamberty, Rüdiger Rossmann, Michael Sassen, Maurice Demant, Michael Engeroff, Nils Balser.

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