Meier-Merziger bringt immer Schwung

Volleyball – Landesliga-Spitzenreiter FC Leeheim mit Trainer Best unerwartet erster Anwärter auf den Oberliga-Aufstieg

Das hätten sie sich nicht träumen lassen: Mit 25 Punkten gingen die Landesliga-Volleyballer des FC Leeheim als Tabellenführer in die Weihnachtspause und sind erster Anwärter auf den Oberliga-Aufstieg.

„Wir sind natürlich hochzufrieden“, strahlt Trainer Torsten Best. Nur fünf Zähler hat seine Mannschaft in zehn Partien abgegeben und eine starke erste Saisonhälfte abgeliefert. Zum Jahresende und Rückrundenauftakt musste sie zwar im Spitzenspiel bei Eintracht Frankfurt II mit 1:3 noch eine Niederlage hinnehmen. Platz eins blieb den Leeheimern aber bei einem Punkt Vorsprung auf die Eintracht erhalten.

Dahinter sind ihnen allerdings mit der FTG Frankfurt (23 Punkte) und der TG Naurod (20) zwei weitere Teams auf den Fersen. Interessant wird deshalb gleich der erste Heimspieltag im neuen Jahr am 1. Februar, wenn der FC neben TuS Kriftel III auf die TG Naurod trifft.

Rüdiger Rossmann ein Glücksfall als Libero

Dass die Leeheimer so gut dastehen zum Jahresende, hätte vor der Saison keiner vorauszusagen gewagt. Schließlich war im Sommer wegen personeller Probleme kurzzeitig gar nicht klar gewesen, ob überhaupt eine Mannschaft in der Landesliga gemeldet werden kann.

Trotz eines kleinen Kaders entschied sich das Team dann doch, in die Saison zu starten. Zum Glück kam mit Rüdiger Rossmann ein neuer Libero dazu. Dadurch konnte Felix Meier-Merziger auf die Zuspielposition wechseln, die er mit Matthias Biberstein ausfüllt. „Gold wert“ findet Torsten Best aber auch die Fähigkeit von Meier-Merziger, nahezu alle Positionen spielen zu können. „Und immer, wenn er aufs Feld kam, hat er sofort Schwung reingebracht.“ Mit den richtigen Trainingsschwerpunkten gelang seiner Mannschaft in der im Vergleich zur Vorsaison schwächer besetzten Liga ein toller Rundenstart mit fünf Siegen in Folge. Mitte November setzte es im Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt II mit 2:3 eine knappe erste Niederlage, doch danach blieb der FC wieder dreimal obenauf, ehe er sich der Eintracht am 14. Dezember erneut geschlagen geben musste – aber dennoch als Spitzenreiter das Jahr 2014 abschließt.

„Wir sind punktuell besser geworden“, betont Torsten Best und hebt die konstantere Annahme und den dadurch variableren Angriff hervor. „Mittlerweile sind auch unsere Angaben sehr gut. Da gelingen uns immer wieder Serien.“ Nach Meinung von Diagonalangreifer Michael Engeroff hat die Mannschaft zudem eine Konstanz an den Tag gelegt, „die sie in den letzten Jahren nicht erreichen konnte. So gab es nur selten Leistungseinbrüche während der Spiele. Und wenn, dann konnten wir diese relativ schnell wieder beseitigen.“

Engeroff selbst wird dem FC allerdings nur noch bis Februar zur Verfügung stehen. Dann geht er für ein Jahr nach Australien. Ein schwerer Verlust. „Aber wir versuchen, das mit Spielern der zweiten Mannschaft aufzufangen“, erklärt Torsten Best.

Abenteuer Oberliga ist für Leeheim möglich

Sollte es den Leeheimern nun gelingen, ihre starke Hinrunde zu wiederholen und auch am Saisonende ganz oben zu stehen, wäre das Abenteuer Oberliga möglich. „Doch da müssten wir uns erst mal zusammensetzen, ob wir das alle wollen“, merkt der FC-Coach an.

Schließlich stünden dann mehr Spieltage auf dem Programm. In der Oberliga werden nämlich nicht mehr Doppel-, sondern nur noch Einzelspieltage ausgetragen. Und der Kader müsste auf „mindestens zwölf Leute“ anwachsen, findet Best.

Darüber hinaus wäre dafür wohl auch ein größerer Trainingsumfang nötig. Doch jetzt gilt es erst einmal, bis zum Rundenschluss am 22. März die restlichen acht Spiele erfolgreich zu gestalten.

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