Bests Umstellungen bewähren sich

Leeheimer Männer stehen vor der Rückrunde in der Landesliga überraschend auf dem vierten Platz

Der Block war bisher die Schwachstelle bei den Landesliga-Volleyballern des FC Leeheim (rechts Manfred Rudolph, in der Mitte Matthias Biberstein) und soll in der Rückrunde verbessert werden.  
Foto: Uwe Krämer
 

Mit einem erfolgreichen Heimspieltag schoben sich die Landesliga-Volleyballer des FC Leeheim vor Weihnachten auf den vierten Tabellenplatz vor. Nach zehn Spielen haben sie 15 Punkte auf dem Konto.

„Wir hatten uns vor der Saison das Ziel gesteckt, nicht abzusteigen. Nun liegen wir schon über dem Soll“, zieht Trainer Torsten Best ein positives Fazit der Hinrunde und fügt hinzu: „Wenn wir auf 20 Punkte kommen, sollten wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.”

Möglichst schnell, so hofft er, möge seine Mannschaft dies erreichen. Dann könne im restlichen Saisonverlauf noch einiges ausprobiert und auch jenen Spielern mehr Anteile gewährt werden, die bisher nicht so oft zum Einsatz kamen. Die Platzierung ist für Best letztlich sekundär, solange der Klassenerhalt nicht in Gefahr gerät.

 Dass seinem Team bereits sechs Siege gelungen sind, darunter auch zwei überraschende gegen die Tabellenzweiten und -dritten aus Bleidenstadt und Bommersheim, findet der FC-Coach umso erstaunlicher, da bisher in keinem Spiel der komplette Kader zur Verfügung stand. Alex Lieb fällt wegen eines Auslandsaufenthalts für die gesamte Runde aus, und David Baier fehlt schon seit dem dritten Spieltag, nachdem er sich im Training einen Achillessehnenriss zugezogen hatte.

So mussten die Leeheimer im Außenangriff umstellen. Torsten Best entschied sich, die Mittespieler Sven Sauerborn und Jens Warzecha wechselweise auf Außen einzusetzen. Mit Erfolg, wie der Trainer meint: „Dadurch sind wir flexibler geworden.“

Zudem hat sich mittlerweile Matthias Biberstein, nach dem Weggang von James de la Fuente zu Oberligist DSW Darmstadt als neuer Zuspieler dazugekommen, mit den Angreifern besser eingespielt. Und in der Annahme, dem Schwachpunkt der vergangenen Saison, führt das verstärkte Training von Best zu einer immer größeren Stabilisierung.

Wenn nun auch noch der Block geschlossener wird, ist dem angriffstarken FC-Team die Verteidigung des guten vierten Tabellenplatzes bis zum Saisonende durchaus zuzutrauen. Dabei könnten schon im Januar die 20 Punkte geknackt werden.

Zum Jahresauftakt wartet am 19. Januar bei Schlusslicht DSW Darmstadt eine ebenso lösbare Aufgabe wie nach einer dreiwöchigen Pause beim Heimspieltag am 9. Februar gegen den Tabellensechsten FTG Frankfurt und den Drittletzten SG Weiterstadt. Torsten Best hält sich allerdings zurück mit Prognosen, hat sich seine Mannschaft doch gegen hinter ihr stehende Teams in der Hinrunde meist schwerer getan als gegen Favoriten: „Da hatten wir weniger Druck und haben befreit aufgespielt.”

Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte nahmen die Leeheimer indes manchmal zu leicht. „Aber wenn die Stimmung gestimmt hat, waren wir gut”, sieht Torsten Best hier den Schlüssel zum Sieg. Was sich gerade in den Tiebreaks gezeigt hat: Alle drei entschied sein Team für sich, denn „da haben wir immer gut Stimmung gemacht.”

Zuversichtlich ist der Trainer, der für seinen Heimatverein lange Jahre selbst zugespielt hat, nicht nur, was die Rückrunde betrifft. Auch der Blick in die kommende Saison stimmt ihn optimistisch.

Von der Reserve, betreut von Erstmannschaftsspieler Felix Meier-Merziger, rückt womöglich der junge Maurice Demant auf, der bereits Kurzeinsätze im Landesliga-Team erhielt. Darüber hinaus sind ein, zwei Neuzugänge in Sicht. Wobei Torsten Best betont: „Wir brauchen vor allem noch einen Libero.”

Die jetzigen Spieler, alle zwischen Anfang zwanzig und Ende dreißig, von denen Michael Engeroff, Jens Warzecha und Manfred Rudolf am längsten dabei sind, stehen nach derzeitigem Stand wohl auch in der nächsten Saison zur Verfügung. „Ich denke, dass die Mannschaft so zusammenbleibt“, sagt Best. Ob er selbst weitermacht, hat er allerdings noch nicht entschieden.
FC Leeheim: Sven Sauerborn, Manfred Rudolf, Jens Warzecha, Sascha Höllstern, Michael Engeroff, David Baier, Felix Meier-Merziger, Dennis Lamberty, Mike Kleemann, Matthias Biberstein, Christian Wolff, Maurice Demant.

 

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