Mike Kleemann spricht ein Lob für alle aus

Leeheimer Männer dürfen als Vizemeister der Bezirksoberliga in die Landesliga aufsteigen

Aufsteiger: In der Volleyball-Landesliga spielen künftig die Leeheimer (hinten, von links) Kevin Kocon, Felix Meier-Merziger, Sven Sauerborn, Manfred Rudolf, David Baier, Jens Warzecha, Alex Lieb sowie (vorne, von links) Dennis Lamberty, Torsten Best, Michael Engeroff, Mike Kleemann und Sascha Höllstern. Foto: Uwe Krämer

 
Bis zum vorletzten Spieltag ungeschlagen an der Tabellenspitze der Bezirksoberliga Süd, verloren die Volleyballer des FC Leeheim die Meisterschaft am Ende noch an die TG Zellhausen.

 Doch sie hatten Glück: Auch als Zweiter dürfen sie in die Landesliga Süd aufsteigen. Zwei Spiele vor Rundenschluss hätten sie die Meisterschaft perfekt machen können. Der Sieg bei der TGB Darmstadt war fest eingeplant. Offensichtlich waren sich die FC-Spieler aber zu sicher. „Wir sind da zu locker rangegangen”, bedauert Trainer Mike Kleemann rückblickend.

Darmstadt sei im Vergleich zur Hinrunde mit zwei Verstärkungen angetreten. Davon habe sich seine Mannschaft sichtlich beeindrucken lassen. So setzte es die erste Saisonniederlage – mit 0:3 unerwartet deutlich.
Der Titel war aber noch aus eigener Kraft möglich. Mit einem Sieg am letzten Spieltag im Gipfeltreffen zu Hause gegen Zellhausen. Nach langem, hartem Kampf ging den Gastgebern im Endspurt allerdings die Puste aus. Ab 11:12 gelang im Tiebreak kein Punkt mehr, die Meisterschaft war verloren. Doch hatte sich sein Team nichts vorzuwerfen, findet Kleemann: „Das war ein Superspiel. Zellhausen war stark. Wir haben alles gegeben und bis zum Schluss gekämpft.”
Auch was die gesamte Runde angeht, kann der 35-jährige Spielertrainer seiner Mannschaft nur ein Kompliment machen: „Wir waren ja neu zusammengewürfelt und hatten einige neue Leute zu integrieren.” Sven Sauerborn, Sascha Höllstern und Alex Lieb waren dazu gekommen. Die Abgänge von Dennis Sperjak und Moritz Böttcher mussten aufgefangen werden. Was gut gelang.
Zumal der FC mit dem 34 Jahre alten Sven Sauerborn einen Regionalliga-erfahrenen Routinier gewann, „der auf jeder Position spielen kann. Das war schon super, dass er sich für uns entschieden hat”, ist Kleemann froh, von Sauerborn auch Unterstützung als Co-Trainer erfahren zu haben.
Schließlich hatten die Leeheimer vor Saisonbeginn den Tod ihres Trainers Manfred Kohl zu verkraften, der nach langer Krankheit mit 50 Jahren starb. Da Mike Kleemann wegen chronischer Kniebeschwerden als Spieler kürzertreten musste, übernahm er das Coaching und wird sein Team nun auch in der Landesliga betreuen.
Dringend sucht der FC allerdings nach einem zweiten Zuspieler. Mit Torsten Best, dem Ältesten im Team, steht nur ein Passgeber zur Verfügung. Auch ein, zwei neue Angreifer könnte der Aufsteiger gebrauchen. „Mit einigen sind wir schon im Gespräch”, verrät Sauerborn.
Allerdings traut er seinem Team selbst ohne Verstärkung den Klassenerhalt in der Landesliga zu. Allein, weil es viele Mitaufsteiger gibt. „Ein Mittelfeldplatz müsste rausspringen”, sieht auch Kleemann Chancen. „Wir haben ja während der Runde schon Trainingsspiele gegen Landesligisten gemacht und sahen da eigentlich gut aus.”
Zudem verweist der vor vier Jahren nach Leeheim gezogene Spielertrainer auf die gute Stimmung und den großen Teamgeist: „Wir sind alle auf einer Wellenlänge.” Manche Spieler, die aus Darmstadt oder Mainz kommen, scheuen auch einen weiten Anfahrtsweg zum Training nicht, um beim FC Spaß zu haben.
Mit Spaß wollen die Leeheimer, die zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die Landesliga erreicht haben, Mitte September in die neue Runde gehen. Dabei ist Sven Sauerborn sicher, dass die im Endspurt verlorene Meisterschaft keine Unsicherheit hinterlassen hat. Im Gegenteil: „Daran wächst man.”

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