„Wir können uns nur selbst schlagen“

Volleyball-Bezirksoberliga – Verlustpunktfreier FC Leeheim hat Titel im Visier

| Vergrößern | Stärkster Zugang bei Volleyball-Bezirksoberligist FC Leeheim sei Alex Liebe (Bildmitte), sagt zumindest Co-Trainer und Mitspieler Sven Sauerborn. Jens Warzecha (links) sei unter anderem im Blockspiel stark. Die Leeheimer sind nach zehn Siegen in zehn Begegnungen großer Aufstiegsfavorit. Unser Foto zeigt rechts David Kömmelt von DSW Darmstadt. Foto: Uwe Krämer

 

Wäre Kreisnachbar TSV Ginsheim am letzten Spieltag vor der Weihnachtspause bei der TG Zellhausen nach einer 2:0-Satzführung nicht noch mit 2:3 untergegangen, die Vorentscheidung im Meisterschaftskampf hätte bereits gefallen sein können. So aber bleibt Zellhausen den Leeheimern mit zwei Punkten Abstand dicht auf den Fersen.
Doch ist Sven Sauerborn zuversichtlich, die Spitzenposition ins Ziel zu bringen. „Wir können uns eigentlich nur selbst schlagen. Wenn es bei uns läuft, gewinnen wir auch”, meint der Angriffspieler. Und dass es bisher so gut läuft beim Tabellensechsten der Vorsaison, liegt nicht zuletzt an Sauerborn selbst und an weiteren starken Neuzugängen.
Neben dem ehemaligen Rüsselsheimer Regionalligaspieler kamen wenige Wochen vor Rundenbeginn noch der erfahrene Sascha Höllstern (TGB Darmstadt) und der junge Alex Lieb aus Coburg dazu. Damit konnten die Abgänge von Libero Moritz Böttcher und Zuspieler Dennis Sperjak kompensiert werden, die beide zum Landesligisten TG Rüsselsheim III gewechselt sind.
„Unser stärkster Neuzugang ist Alex Lieb”, betont Sauerborn, „er hat eine gute Annahme, einen starken Angriff, einen guten Block und eine gute Übersicht.” Obwohl erst Anfang zwanzig, sei Lieb mit seiner Oberliga-Erfahrung „eine richtige Bereichung für das ganze Team.“
Sauerborn, der neben Coach Mike Kleemann als Co-Trainer fungiert, sieht allerdings auch in der guten mannschaftlichen Geschlossenheit und einem nur geringen Leistungsgefälle die Schlüssel des Erfolges. Körperlich seien seine Spieler gegenüber den meisten Klassenkonkurrenten im Vorteil: „Unsere Angreifer sind im Schnitt 1,90. Ich bin da mit 1,89 nicht der Größte.”
Stellt Jens Warzecha mit Manfred Rudolph einen großgewachsenen Mittelblock, stehen mit Michael Engeroff, Felix Meier-Merziger und Alex Lieb starke Annahmespieler zur Verfügung, die zusammen mit David Baier auch einen durchschlagkräftigen Außenangriff bilden. Dazu kommt Sven Sauerborn als Joker, der auf allen Positionen einsetzbar ist.
Der Vierunddreißigjährige wird allerdings im restlichen Saisonverlauf wohl auch öfter von Anfang spielen, da er seine Knieprobleme überwunden hat und nach seiner monatelangen Pause in Folge einer schweren Sprunggelenkverletzung allmählich zu alter Form findet. Mit Blick auf die Zukunft hat Sauerborn nach eigener Aussage „keine Bedenken, dass wir uns in der Landesliga im Mittelfeld halten könnten. Es ist ohnehin schwerer aufzusteigen, als drin zu bleiben.”
Dafür hält er jedoch neben möglicher individueller Verbesserung („Da haben wir noch viel Potenzial”) die Verpflichtung eines weiteren Zuspielers für nötig. Mit dem vierzigjährigen Torsten Best, dem Oldie im Team, steht nur ein Passgeber zur Verfügung.Dass nach dem sechsten Platz der Vorsaison nun der Sprung in die Landesliga Süd gelingt, daran hat Sven Sauerborn eigentlich keine ernsthaften Zweifel mehr. „Denn nach der derzeitigen Konstellation in den höheren Klassen steigen wohl zwei Teams auf.”
Zum Tabellendritten TSV Ginsheim haben die Leeheimer aber schon sechs Punkte Vorsprung. Und es sind nur noch acht Spieltage zu absolvieren.
Die Entscheidung im Meisterschaftskampf könnte allerdings erst zum Rundenabschluss fallen, wenn der FC am 25. März die TG Zellhausen zum Rückspiel begrüßt. Im Hinspiel am 30. Oktober hatten die Riedstädter schon mit 2:0 Sätzen geführt, um noch in den Tiebreak gehen zu müssen. Hier behielten sie mit 15:11 ungefährdet die Oberhand und wahrten ihre weiße Weste.
Diese soll nun auch bis zum Saisonende keine Flecken bekommen, um möglichst verlustpunktfrei die Meisterschaft feiern zu können. Am 28. Januar geht es mit der Pflichtaufgabe bei Schlusslicht TV Jugenheim II weiter.

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